Verändere die Haltung … und du veränderst das Verhalten

Von Bibi Degn und Malin Schneider

Was hat die Körperhaltung mit dem Leben zu tun? Eine zentrale Frage dieses Artikels. Das körperliche und emotionale Gleichgewicht gehen miteinander einher. Wir wissen natürlich, dass Gefühle eine Körperhaltung mit sich bringen – aber was wir meist nicht bedenken, ist, dass jede Körperhaltung Gefühle mit sich bringt, diese vielmehr sogar bewirkt. Du gehst die Straße entlang. Vor dir geht jemand mit bewundernswerter Aufgerichtetheit. Die Schultern liegen locker auf dem unangestrengt aufgerichteten Brustkorb, sie schreitet frei aus. Du bist ein bisschen neidisch und voll Bewunderung, und denkst dir, ihr geht es wohl gut. Du vermutest, sie hat es gut in ihrem Leben, sie ist bestimmt erfolgreich in Beruf und Privatleben. Warum? Nur weil ihr Körper in guter Aufrichtung ist? Ein anderer kommt dir entgegen, hängende Schultern, Rundrücken, schleppender Gang – ist der wohl depressiv? Enttäuscht? Verzweifelt? Wer der beiden kommt wohl besser mit den Herausforderungen des Lebens zurecht? Wie kommst du auf diese Idee? Was hat die Körperhaltung mit dem Leben zu tun? Du gehst weiter. Es kommt dir ein Pudel entgegen. Die Rute trägt er locker und gerade, er steht gut geerdet, hat seine vier Pfoten unter »seinen vier Ecken«, bei aufmerksamem Blick hängen seine Ohren entspannt. Der ist aber nett, denkst du dir. So ein souveräner Hund! Eine Ecke weiter kommt ihm ein brauner Hund entgegen, der stemmt seine Vorderbeine in den Boden, schiebt den Körper zurück, wölbt seinen Rücken auf – wow, der ist aber voller Angst, denkst du dir! Wie kommst du auf diese Idee? Was hat...

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