Sofa-Wolf sucht Job: Beschäftigung wirkt

Von dogodu-Redaktion

Hunde zerbeißen das Spielzeug der Kinder und die Lieblingssneaker von Herrchen, sie graben den Garten um oder jagen Nachbars Katze. Hundebesitzer und ihre Familien wissen, was junge und manchmal auch ältere Vierbeiner anrichten können. Aber hätten die Hunde Aufgaben, die ihrem Wesen entsprechen, würden viele der unerwünschten Verhaltensweisen angeblicher Problemhunde gar nicht erst auftreten. Davon ist ­Nadine Seeger, zertifizierte Verhaltensberaterin für Hunde, überzeugt. »Lassen Sie sie den ­Autoschlüssel suchen, den Müll wegbringen, beim Aufräumen helfen, Einkäufe tragen. Der Wunsch, Menschen zu unterstützen, ist bei Hunden genetisch angelegt.« Nicht wenige Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer kennen diesen Satz: »Wenn ich Ihren Hund noch einmal beim Jagen erwische, dann …« Ein jagender Hund ist für jeden Jäger ein rotes Tuch – wenn es nicht sein eigener oder der eines Kollegen ist. Dabei liegt vielen Hunderassen das Jagen im Blut. Aber genau das, was ihnen in die DNA geschrieben wurde, dürfen die meisten von ihnen nicht tun. So ergeht es nicht nur Jagdhunden. Herdenschutzhunde ohne Herde, Treiberhunde, die nicht treiben können, Wachhunde, die nicht anschlagen dürfen. Die Folge sind frustrierte Tiere mit sogenanntem Fehlverhalten. »Kann das Tier nicht tun, wozu es geboren beziehungsweise gezüchtet wurde, gerät das Zusammenleben zum Spagat zwischen der Veranlagung des Hundes und den ihm von uns Menschen vorgegebenen Lebensbedingungen«, erklärt Nadine Seeger. Das Tier suche sich dann eigenständig Aufgaben – sehr oft zum Leidwesen seiner Besitzer. »Dann wird jedes nicht vertraute Geräusch mit anhaltendem Gebell gemeldet, das Kind der Familie unter Einsatz der Zähne gehütet oder kein Fremder mehr auf...

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