Forscher der veterinärmedizinischen Universität Lissabon (Portugal) untersuchten das Potenzial von Cannabidiol (CBD) zur Behandlung von atopischer Dermatitis bei Hunden. In einer kürzlich publizierten Studie betonen sie die Notwendigkeit weiterer Forschung und standardisierter CBD-Produkte sowie eine rechtliche Klärung.
Atopische Dermatitis (eine andere Bezeichnung ist Neurodermitis) ist sowohl bei Menschen als auch bei Hunden weit verbreitet und beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten erheblich. Die zunehmende Anzahl neuer Medikamente in der Entwicklung für atopische Dermatitis zeigt sowohl den Bedarf dafür als auch das Potenzial dieser Substanz in der Medizin.
Cannabidiol (CBD) ist für seine potenziellen entzündungshemmenden und juckreizstillenden Eigenschaften bekannt. Es wurden bereits zahlreiche vielversprechende Ergebnisse über die Vorteile der Verwendung von CBD bei atopischer Dermatitis bei Hunden veröffentlicht. Auch Sicherheitsbewertungen zeigen, dass CBD im Allgemeinen gut von Hunden vertragen wird.
Allerdings gibt es noch kaum eine allgemein anerkannte endgültige Bewertung, und auch die notwendige Dosierung bei Hunden ist noch nicht endgültig geklärt. Die portugiesischen Wissenschaftler betonen die Notwendigkeit standardisierter CBD-basierter Produkte sowohl für Forschungs- als auch für kommerzielle Zwecke. Zudem erschwere eine komplexe Rechtslage den Zugang und die Regulierung von CBD. Trotz dieser Herausforderungen zeichnet sich allerdings CBD als potenzieller erfolgreicher Ansatz für die Behandlung atopischer Dermatitis ab. Für eine erfolgreiche Integration in die veterinärmedizinische Dermatologie erfordert es nach Meinung der Studienautoren noch weitere qualitativ hochwertige Forschung, standardisierte Rezepturen und rechtliche Klarheit.
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