Hunde sind beeindruckende Tiere mit erstaunlichen Sinnesleistungen. In dieser Serie gibt WUFF spannende Einblicke in die außergewöhnliche Sinneswelt der Hunde – im vierten Teil erfahren Sie, wie und was Hunde schmecken können. Aus menschlicher Sicht hat man bei vielen Hunden den Eindruck, dass sie über keinerlei Geschmackssinn verfügen und einfach alles – ohne lange zu überlegen – in sich hineinschlingen. Ähnlich wie bei Müllschluckern verschwinden (oft verdorbene) menschliche Essensreste samt Verpackung, Aas und sogar der Kot anderer Tiere im Magen des Hundes. Das legt die Vermutung nahe, dass Hunde keinen sehr ausgeprägten Geschmackssinn haben. Und so ganz verkehrt ist diese Vermutung auch nicht, denn Caniden schlingen ihr Futter ohne viel zu kauen, und die Nahrung verbleibt nicht lange im Maul – ein Gaumen bzw. eine Zunge mit vielen und feinen Geschmacksknospen wären also völlig überflüssig. Aber so ganz ohne Geschmackssinn kommen natürlich auch Hunde nicht aus. Doch wie ausgeprägt ist dieser tatsächlich? Und wie bzw. was kann ein Hund schmecken? Süss bis bitter Was einem Hund schmeckt und was nicht, wird bereits im Mutterleib definiert. Was die Mutter während der Trächtigkeit frisst, wird meist auch vom Sprössling als schmackhaft empfunden. Welpen haben bereits wenige Tage nach der Geburt ein mehr oder weniger ausgeprägtes Geschmacksempfinden, somit entscheidet auch die Bandbreite des Futters im Welpenalter, ob der Hund später eher ein mäkeliger Esser wird – oder das genaue Gegenteil. Allerdings kann sich das je älter der Hund wird ändern, denn wie die anderen Sinne verschlechtert sich auch der Geschmackssinn mit zunehmendem...
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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.
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