Hunde sind beeindruckende Tiere mit erstaunlichen Sinnesleistungen. In dieser Serie gibt WUFF spannende Einblicke in die außergewöhnliche Sinneswelt der Hunde – im zweiten Teil erfahren Sie, warum Hunde Gerüche schmecken können und warum sie tatsächlich Angst riechen können. In der WUFF 1/2021 haben wir das ausgesprochen feine Gehör des Hundes beschrieben, und man sollte meinen, dass wir gleich zu Beginn dieser Serie mit dem Ohr auch das am besten entwickelte Sinnesorgan des Hundes vorgestellt haben. Aber es geht noch besser: Mit der Nase hat die Natur dem Hund ein echtes Hochleistungsinstrument mitgegeben. Da der Geruchssinn bei Hunden eine große Rolle – wenn nicht sogar die größte – innerhalb der Sinne spielt, zählt man Hunde zu den Makrosomaten (griechisch »Großriecher«). Menschen gehören zu den Mikrosomaten, da sie einen viel schlechter ausgeprägten Geruchssinn haben und ihre Umwelt hauptsächlich visuell (über das Auge) wahrnehmen. Der Hund hingegen lebt in einer für Menschen nicht vorstellbaren Duft-Welt. Alle (überlebens)wichtigen Informationen wie etwa über Nahrung, Artgenossen oder die Art des Individuums, erhält der Hund über seine Nase, die ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht hat, wenn er in etwa 16 Wochen alt ist. Präzisionswerkzeug Hundenase Die unbehaarte, feuchte Nase mit zwei Nasenlöchern sitzt an der Spitze der mehr oder weniger langen Schnauze des Hundes. Erstes wichtiges Merkmal für gutes Riechen: keine Haare und feucht. Ein Drüsensekret und Speichel sorgen dafür, dass die Nase feucht bleibt. Hunde lecken sich regelmäßig mit der Zunge über die Nase, um sie zu befeuchten, aber auch um mit der Zunge Duftstoffe von...
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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.
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