Mastzelltumoren oder auch Mastozytome (MZT) genannt, sind bösartige Tumoren der Haut oder Unterhaut, können aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Das Mastozytom ist der häufigste bösartige Hauttumor der Hunde mit bis zu 21% aller Hauttumoren. Die Bösartigkeit der Mastozytome variiert sehr stark mit einerseits beinahe gutartigen MZT, die sehr gut behandelbar sind, bis zu hochaggressiven Tumoren mit früher Metastasierung (Ausbreitung in andere Körperregionen) und einer sehr schlechten Prognose. Eine Reihe von internationalen Studien beschreibt ein erhöhtes Risiko für bestimmte Rassen an MZT zu erkranken. Dazu gehören Boxer, Boston Terrier, Mops, Labrador, Golden Retriever und Shar Peis. Eine genetische Komponente dürfte dafür verantwortlich sein, konkrete rassespezifische genetische Ursachen konnten aber bisher noch nicht nachgewiesen werden. Klinisches Erscheinungsbild Mastozytome werden zumeist als Hautknoten wahrgenommen. Dieses Erscheinungsbild wird klinisch in Haut- oder Unterhaut-Mastozytome unterteilt. Bei bis zu 10% der MZT-Patienten können mehrere Hautstellen gleichzeitig betroffen sein. Diese Form der multiplen MZT der Haut sieht man vorwiegend bei den Rassen Boxer, Labrador und Golden Retriever sowie Mops. Das Mastozytom selbst ist in seinem Erscheinungsbild sehr vielfältig und kann eine warzenähnliche Hautveränderung, eine weiche Fettgewebs-ähnliche Unterhautmasse, aber auch – bei aggressiven MZT – eine ulzierte (aufgebrochene) blutende Umfangsvermehrung sein. Symptome wie Juckreiz, Schwellung, Rötung oder ein plötzliches Ändern der Größe kann Hinweis auf ein MZT sein, da Mastzellen sogenannte Mediatorsubstanzen (zum Beispiel: Histamin, Hepatin, Entzündungsfaktoren, u.a.) freisetzen können. Man nennt dieses Symptom der Mastzellaktivierung »Darie’s Zeichen«, nach einem französischen Arzt der dieses Symptom erstmals beschrieben hat. Diese Freisetzung von Mediatorsubstanzen kann neben der...
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