Krankheiten hängen bei Hunden von ihrer Größe ab

Von Dr. Hans Mosser

Das Alter gilt als ein bedeutender Faktor für das Krankheitsrisiko bei Menschen und Hunden. Bei Hunden spielt jedoch zusätzlich auch die Körpergröße eine entscheidende Rolle. Wie allgemein bekannt, haben größere Hunde tendenziell eine kürzere Lebensdauer im Vergleich zu kleineren Hunden. Auch bezüglich der Art von Krankheiten, die im Laufe eines Hundelebens auftreten können, unterscheiden sich kleine und große Hunde signifikant. Das untersucht die hier vorgestellte und besprochene Studie an 27.541 Hunden aus den USA. So leiden größere Hunde beispielsweise eher an Krankheiten von Haut, Knochen und Magen-Darm-Trakt, kleinere Hunde hingegen häufiger an Augen-, Herz- und Atemwegserkrankungen.

In den USA erforscht ein „Hundealterungsprojekt“ (Dog Aging Project) die biologischen und sonstigen Faktoren, welche die Lebensdauer von Hunden beeinflussen. Hunde leben als Familienmitglieder zumeist in der gleichen Umgebung wie ihre Menschen, sie altern aber deutlich schneller als diese. Daher dienen unsere Vierbeiner den Wissenschaftlern sozusagen als Modell, um Faktoren zu identifizieren, welche die Lebensspanne sowie auch bestimmte altersbedingte Erkrankungen beeinflussen. Die Wissenschaftler erwarten sich, dass aus den Ergebnissen in weiterer Folge auch Erkenntnisse über Risikofaktoren für den Menschen abgeleitet werden können, um altersbedingte Krankheiten zu vermeiden oder zu verzögern.

10 Jahre nach Beginn der Langzeitstudie sind erste Ergebnisse publiziert worden über den Zusammenhang zwischen der Größe von Hunden, ihrem Alter und der Häufigkeit von bestimmten Krankheitsmustern. Das Alter gilt als ein bedeutender Faktor für das Krankheitsrisiko bei Menschen und Hunden. Bei Hunden spielt jedoch auch die Körpergröße eine...

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