Klicker-Training: Hat der Klicker ausgedient?

Von Silke Richter

Von Silke Richter – im Interview mit Maria Kurz und Susanne Last Seit mehr als fünfzig Jahren ist das Klicker-Training in der Erziehung von Tieren fest etabliert. Sind doch nach wie vor viele Menschen von dieser Methode überzeugt. Anfang dieses Jahres lief im deutschen Fernsehen sogar eine Unterhaltungssendung, in der gezeigt wurde, wie sich Kinder mit dem Klicker vermeintlich erziehen lassen können. Aber ist das Klickern wirklich so gut? Was passiert bei dieser Methode mit Menschen und Tieren? Wir fragten bei der 31-jährigen Hundeerziehungsberaterin Maria Kurz und bei Susanne Last genauer nach. Letzt genannte studiert Humanpsychologie und ist Hundeerziehungsberaterin. Die 53-Jährige betrachtet Themen rund um den Hund auch aus wissenschaftlicher Sicht unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse. »Trainiere dein Baby wie einen Hund«. Die gleichnamige RTL-Fernsehserie sorgte bereits vor ihrer ersten Ausstrahlung für Entsetzen und heftige Kritik. Das Konzept sei eine kindeswohlgefährdende Maßnahme und verstoße gegen die Menschenwürde, hieß es unter anderem in zahlreichen Protesten von Psychologen, Eltern, Erziehern, Hundehaltern und weiteren Gegnern. Ein Jahr zuvor, im Herbst 2019, nahm die zuständige Produktionsfirma des Fernsehsenders Kontakt zu Maria Kurz aus Bautzen auf, um sie als begleitende Unterstützung für das Format gewinnen zu können. Durch einen Presseartikel im Hundefachmagazin WUFF war man auf die Hundeerziehungsberaterin und ausgebildete Kindheitspädagogin aufmerksam geworden, weil sie aus deren Sicht die perfekte berufliche Kombination darstelle und damit alle Voraussetzungen erfülle. Zugegebenermaßen waren bei Maria Kurz anfangs die Neugierde und auch eine gewisse Vorfreude auf das neue Projekt geweckt. Freilich konnte die 31-Jährige damals noch nicht ahnen, welcher konkrete...

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