Das Aufeinandertreffen von Hund und Pferd kann für beide Seiten gefährlich werden. Erkennt der Halter potenzielle Gefahrenquellen, kann er rechtzeitig handeln und damit Schlimmstes verhindern. »Da hatte Lola aber noch Glück im Unglück«, meinte der Tierarzt, als er die Border-Collie-Mischlings-Hündin nach ihrem unglücklichen Zusammentreffen mit einem Pferd auf der Weide untersucht hatte. Die pferdeunerfahrene Hündin war während eines Spaziergangs unter den Zaun einer Pferdeweide geschlüpft und wollte ihr Talent zum Hütehund ausprobieren – das fanden die Pferde nicht besonders lustig. Eines der Pferde platzierte einen gezielten Tritt nach der Hündin, und schon war der Jammer bei Lola groß. Mit eingezogener Rute und auf drei Pfoten humpelte Lola zurück zu ihrer Halterin, die von der Situation überfordert den Tränen nahe außerhalb der Weide stand. Rein äußerlich waren keine Verletzungen zu erkennen, zum Glück hatte das Pferd keine Hufeisen, sonst wären die Verletzungen sicher schlimmer gewesen. Trotzdem machte sich Frauchen mit ihrem Häufchen Elend sofort auf zum Tierarzt. Nach erstem Abtasten und Röntgen konnte der Tierarzt entwarnen: Keine inneren Verletzungen oder Knochenbrüche. Die äußerst schmerzhafte Bekanntschaft mit Pferden wird Lola wahrscheinlich in Erinnerung bleiben, und in Zukunft wird sie – hoffentlich – Pferde meiden bzw. ihnen nicht mehr zu nahekommen. Das, was Lola passiert ist, ist leider keine Seltenheit. Ein Zusammentreffen zwischen Hund und Pferd ist heutzutage nicht mehr selten. Bei Spaziergängen in der freien Natur führen die Wege oft zwischen Weiden oder an Reitställen vorbei. Noch enger wird die Begegnung, wenn der Spazierweg gleichzeitig als Reitweg genutzt wird. Deshalb ist...
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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.
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