Der Grundstein für einen harmonischen und entspannten Ausritt zu dritt ist mit der Basisarbeit (siehe Teil 1 in WUFF 6/21) gelegt. Jetzt folgt der für alle Beteiligten schwierigste Teil – damit das Unterfangen gelingt und nicht zum Desaster wird. Die gemeinsamen Spaziergänge mit Hund und Pferd sind mittlerweile Routine und der Hund läuft angeleint zusammen mit Frauchen/Herrchen und Pferd auch gelassen im freien Gelände. Bislang fungierte der Mensch als »Puffer« zwischen Hund und Pferd – das ändert sich jetzt. Später sitzt der Mensch auf dem Pferd und zwischen Hund und Pferd ist niemand mehr, der für Ruhe und Ordnung auf beiden Seiten sorgt. Es erfordert viel Sachkenntnis beim Menschen – was Pferde und Hunde betrifft – um sich zum nächsten Ausbildungsschritt zu wagen: Hund und Pferd ohne »Puffer« führen. Wie schnell und wie unkompliziert dies gelingt, hängt davon ab, wie tolerant Ihr Pferd gegenüber Hunden ist – sprich wie groß die Sicherheitszone zwischen Pferd und Hund sein muss, damit es für Ihr Pferd noch komfortabel ist. Ihr Pferd darf sich vom Hund nicht gestört fühlen und somit seine Aufmerksamkeit weg von Ihnen hin zum Hund richten. Später, wenn Sie im Sattel sitzen, muss Ihr Pferd immer bei Ihnen sein und sicher und fein auf die Reiterhilfen reagieren. An dieser Stelle noch eine Anmerkung zum Thema Pferd: Nicht jedes Pferd akzeptiert einen Hund an seiner Seite. Natürlich kann man auch solche Pferde bis zu einem gewissen Grad an Hunde gewöhnen – zu einem sicheren Reitpferd mit Hund als Begleiter wird...
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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.
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