Eine neue Betrugsmasche macht zunehmend Schule. Betrüger melden sich auf Suchanzeigen betreffend entlaufene Hunde und fordern »Finderlohn« oder wollen sogar »Lösegeld« erpressen. Doch nach Überweisung der finanziellen Forderung bricht der Kontakt plötzlich ab. Und vom angeblich gefundenen Hund weiterhin keine Spur. Weil diese Betrüger den Hund gar nicht haben. Am 17.12.2020 springt während eines Spaziergangs die 5-jährige Jack Russell Terrier-Hündin Maya plötzlich in ein Gebüsch am Rand eines Waldes und wird nicht mehr gesehen. Trotz lauter Rufe und langem Warten kommt die Hündin nicht mehr zurück. Nun starten Frauchen Marie A. und ihre Familie eine groß angelegte Suchaktion mit Plakaten und Suchanzeigen in Foren und auf sozialen Netzen. Ein Foto von Maya wurde gepostet und als Kontakt gab Marie A. ihre Telefonnummer an. Sogar mit einer Drohne mit Wärmebildkamera wurde ein Waldstück in der Nähe des Ortes, wo Maya entwischt war, abgesucht. Leider erfolglos. Die Gefühle, die mit dem Verschwinden seines Vierbeiners verbunden sind, kann wohl jeder Hundehalter ermessen. Erpresser fordert Lösegeld Zwei Tage später, am 19.12.2020, meldet sich plötzlich über Whatsapp bei Marie A. eine anonyme Person mit einem Foto von Maya in einem Käfig. Auf die Frage »Haben Sie Maya? Wo können wir sie abholen?« antwortet der Anonymus: »Ich möchte zuerst bezahlt werden«. Nach der Zahlung werde er die Koordinaten des Hundes schicken, wo er ihn auslassen würde. Doch während dieses Chats meldet sich plötzlich die Oma, dass Maya vor ihrem Haus wieder aufgetaucht sei. Der anonyme Betrüger hat davon natürlich keine Ahnung und erweist sich nun...
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