Die Persönlichkeit von Hunden

Von Regina Röttgen

Am liebsten hätten wir unsere Vierbeiner so wie wir sie uns erträumen: Möglichst perfekt zu uns und unserem Leben passend. Doch oft sieht die Realität anders aus – trotz Puppy-Test und sorgfältigem Training. Rasch fragt man sich: Wie und wann entwickelt sich der Charakter eines Hundes und inwieweit können wir ihn beeinflussen? Die Persönlichkeit des Hundes beschäftigt seit Langem die Welt rund um den besten Freund des Menschen – natürlich nicht ganz uneigennützig. Wird doch von Hunden oftmals erwünscht, charakterlich möglichst ideal zu ihrem Besitzer oder der zukünftigen Arbeit zu passen. Hierfür werden die Vierbeiner häufig bereits im Welpenalter getestet und entsprechend ausgewählt. Von Persönlichkeitstests wie dem beliebten »Puppy-Test« beim Züchter hält die österreichische Verhaltensbiologin Dr. Stefanie Riemer allerdings wenig. »Das ist nur ein Schnappschuss an einem einzelnen Tag.« Damit ließe sich zwar zu einem gewissen Maß ein Status quo bestimmen, doch haben Studien – darunter ihre eigene – gezeigt, dass die Aussagekraft in Bezug auf zukünftiges Verhalten gering ist. »Diese Tests werden meistens mit 6-8 Wochen durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die Welpen aber noch mitten in der Sozialisierungsphase, welche bekanntlich sehr starke Auswirkungen auf das spätere Verhalten hat.« Zudem könnte das Ergebnis dadurch beeinflusst werden, ob der Welpe im Moment des Tests gerade müde oder hungrig ist. Seit geraumer Zeit dreht es sich also auch in der Welt der Wissenschaften um die Persönlichkeitsbildung unserer vierbeinigen Wegbegleiter. Eine der ersten Studien zum Thema erlangte Weltruhm und ist jedem bekannt. Der russische Nobelpreisträger Ivan Pavlov teilte damals Hunde...

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