Es ist ein spannendes Thema zwischen Emotionen und Kontroversen: Die Einkreuzung in der Rassehundezucht. In diesem Artikel geht es um eine Kreuzungsform, zu der bspw. der Labradoodle gehört, dessen Erfinder, der Australier Wally Conron, letztlich die Lawine der dann sogenannten Designerdogs ausgelöst hat. Die Expertin für Tierzucht und Genetik, Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur erklärt das züchterische Prinzip der Designerdogs. Der Artikel führt etwas mehr in die Tiefen der Genetik – wenn Sie sich konzentriert und mit etwas Ausdauer darauf einlassen, wird der Lohn ein wirkliches Verständnis des Prinzips der Züchtung von Designerdogs sowie deren Vor- und Nachteile sein. Und spannend ist es allemal – viel Vergnügen beim Lesen!
Grundsätzlich gibt es verschiedene Kreuzungsverfahren, die in Abhängigkeit vom erwünschten Ziel eingesetzt werden. Die sogenannte Veredelungskreuzung ist die Methode der Wahl, wenn nur die genetische Varianz einer Rasse vergrößert werden soll. Will man jedoch in eine bestimmte Rasse ein definiertes neues Merkmal hineinbringen, dann kommt die sog. Kombinationskreuzung zur Anwendung. Bei den Designerdogs spricht man von einer sogenannten Gebrauchskreuzung.
Die Gebrauchskreuzung
Bei einer Gebrauchskreuzung werden sowohl Heterosiseffekte als auch Kombinationseffekte ausgenutzt. Im Gegensatz zur Veredelungskreuzungund Kombinationskreuzung wird mit den Kreuzungsnachkommen, die auch als Hybriden bezeichnet werden, aber nicht weitergezüchtet. Eine Gebrauchskreuzung ist somit immer ein einmaliges Ereignis, bei dem zwei reinrassige Elterntiere aus verschiedenen Rassen miteinander verpaart werden. Das Ziel ist eine...