Ein altes Sprichwort besagt: „Der Hund im Bett zerknittert und verschmutzt das Laken, aber er glättet und reinigt die Seele". Dabei gehört der Hund im Bett zu jenen Streitthemen, die selbst unter Hundehaltern polarisieren und regelmäßig für Diskussionen sorgen. Eine Studie der renommierten Mayo Klinik aus dem US-Bundesstaat Arizona hat sich nun dieses Themas angenommen und hat das menschliche Schlafverhalten von Tierhaltern unter die Lupe genommen – das Ergebnis hat selbst die Wissenschaftler überrascht. Darf man Umfragen trauen, so erlaubt rund jeder vierte hiesige Hundehalter seiner Fellnase das Nächtigen im eigenen Bett – die „Dunkelziffer" könnte dabei tatsächlich noch höher sein, denn die Erfahrung zeigt, dass viele Hundehalter, vor allem männlichen Geschlechts, nur zögerlich eingestehen, dass Rocky, Senta oder Charly ihnen einen Platz auf der eigenen Ruhestätte abgerungen hat. Der Grund für diese Scheu liegt wahrscheinlich in gängigen Vorurteilen und Denkweisen: Immer wieder hört man, Tiere im Bett seien unhygienisch, raubten ihren Zweibeinern den Schlaf und gerade bei Hunden wären Dominanzprobleme vorprogrammiert. Doch wie sieht es eigentlich mit dem Wahrheitsgehalt dieser und ähnlicher Aussagen aus? Tierische Ruhestörung oder nächtliche Entspannungshilfe? Eine Studie aus den USA hat sich im letzten Jahr mit der Frage nach der nächtlichen Ruhestörung durch ein Haustier im Bett beschäftigt. Unter der Leitung von Studienführerin Prof. Dr. Lois Krahn, Fachärztin für Schlafmedizin, untersuchte ein Forscherteam der Mayo Klinik die Auswirkungen von Haustieren im Schlafzimmer ihrer menschlichen Studienteilnehmer – und kam zu einem überraschenden Ergebnis: „Unsere Hypothese vor Studienbeginn lautete, dass die Anwesenheit eines Haustieres im Schlafzimmer sich...
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Sylke Schulte
Sylke Schulte arbeitet seit Beendigung ihres Anglistik / Germanistik-Studiums als freie Journalistin und setzt ihre Begeisterung für Tiere in Artikeln für verschiedene Fachzeitschriften um. www.diesprachpraxis.de
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