Dass eine tiergestützte Therapie in Alten- und Pflegeheimen für die dort lebenden Menschen positive Auswirkungen hat, ist unbestritten und vielfach dokumentiert. Häufig finden solche Besuche mit Hunden innerhalb von Gruppensitzungen statt. Doch der US-amerikanische Altersforscher Dr. William Banks empfiehlt vielmehr Einzelbesuche, in denen der Hund eine Zeit lang mit der besuchten Person allein verbringt. Dr. William A. Banks ist Altersforscher an der Universität Washington, USA. Im Rahmen seiner Untersuchungen über gesundes Altern und Langlebigkeit hat er sich auch mit den Auswirkungen der tiergestützten Therapie in Pflegeheimen oder bei zu Hause allein lebenden alten Menschen beschäftigt. Für ihn gilt der legendäre Spruch »Der Hund ist der beste Freund des Menschen« ohne Abstriche, zumal er das schon vor Jahren in einer Studie bewiesen hat. Das Ergebnis der Untersuchung: Einsame Menschen fühlen sich durch regelmäßige Besuche eines Hundes deutlich besser. Diese positive Wirkung ist stärker, wenn sie mit dem Hund allein sein können, als wenn die Hundebegegnung innerhalb einer Gruppe mit anderen Menschen stattfindet. Die Studie Im Mittelpunkt dieser Studie, die Dr. Banks schon 2005 durchführte, damals Professor für Geriatrie der Saint Louis University of Medicine in Missouri, standen 33 in einem Pflegeheim betreute Menschen, die allesamt als mehr oder weniger einsam bezeichnet werden konnten. Die Probanden hatten auf Anfrage den Wunsch geäußert, wöchentliche Besuche von Hunden zu bekommen. Etwa die Hälfte der Versuchspersonen verbrachte anschließend regelmäßig Zeit mit Hunden alleine. Die andere Hälfte wurde gemeinsam von Hunden und deren Haltern besucht. Jeder Einzelbesuch dauerte etwa eine Stunde. Verblüffendes Ergebnis Nach sechs...
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