In dieser Serie erfahren Sie Interessantes und Wissenswertes über die Anatomie des Hundes – Teil 3: Die Skelettmuskulatur des Hundes. Im vergangenen Teil dieser Serie (siehe WUFF 3/2022) stand der passive Teil des Bewegungsapparates – das Skelett – im Fokus. Jetzt kommt Bewegung in den Hund, denn erst die Skelettmuskulatur, die Sehnen und Bänder machen es möglich, dass Hunde laufen, springen und bis zu einem gewissen Grad auch klettern können. Gleich zu Beginn ein paar beeindruckende Fakten dazu: Der schnellste Hund der Welt ist der Greyhound, der mit über 70 km/h pro Stunde nur vom Geparden (über 100 km/h) als schnellstes Landsäugetier geschlagen wird. Greyhounds können aber nicht nur außerordentlich schnell laufen, sondern auch der Hochsprungrekord wird von einem Greyhound gehalten: Die Greyhound-Hündin Feather übersprang 2017 eine Hürde von 191,7 Zentimetern (https://tinyurl.com/3dhmj8wt). Auch im Weitsprung sind Hunde zu beeindruckenden Leistungen fähig. Der Rüde Slingshot sprang im Jahr 2019 über 10 Meter weit in ein Wasserbecken (https://tinyurl.com/2mzv7vp7). Und dass Hunde bis zu einem gewissen Grad auch geschickte Kletterer sein können, beweisen Rettungshunde (z. B. bei der Suche nach Verschütteten unter Trümmern) und Ausbrecher-Könige, denen kein Zaun zu hoch oder zu glatt ist. Möglich macht solche Leistungen ein ausgeklügeltes und in sich fein abgestimmtes System aus Muskeln, Bändern, Sehnen und Faszien, das – gestützt durch das Skelett – den Hund unglaublich beweglich und zu einem wendigen und schnellen Jäger macht. Funktion und Aufbau Grob betrachtet besteht jeder Skelettmuskel aus einer Ursprungssehne, dem Muskelbauch, der Ansatzsehne und der Endsehne. Muskeln haben –...
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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.
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