In dieser neuen Serie erfahren Sie Interessantes und Wissenswertes über die Anatomie des Hundes – Teil 1: Das Hundegebiss. Hunde haben ein beeindruckendes Gebiss, das besonders dann ins Auge sticht, wenn sie ihre Zähne fletschen, um etwa zu drohen oder zu warnen. Das Gebiss des Hundes ist vorrangig dazu da, um Beute zu reißen und die Nahrung in grobe Stücke zu zerkleinern. Deshalb wird man klassische Mahlzähne, wie sie auch der Mensch hat, vergeblich im Hundemaul suchen. Außerdem kann ein Hund – im Gegensatz zum Menschen – seinen Unterkiefer nicht links-rechts verschieben (er kann also keine Mahlbewegung ausführen), sondern nur auf und ab. Aber fangen wir beim Welpen an, der – wie der Mensch – zahnlos geboren wird. Die Milchzähne Die ersten Milchzähne brechen beim Welpen im Alter von drei bis sechs Wochen durch. Mit dem vollständig entwickelten Milchgebiss, das mit etwa sechs Wochen vorhanden sein sollte, beginnt der Welpe auch zusätzlich zur Muttermilch feste Nahrung zu fressen. Hunde haben 28 Milchzähne, die deutlich spitzer als die bleibenden Zähne sind. Abhängig von Rasse und Größe des Hundes beginnt der Zahnwechsel zu den bleibenden Zähnen etwa im Alter von vier Monaten. In der Regel ist der Zahnwechsel dann mit sieben Monaten abgeschlossen. Bei den meisten Hunden bekommen die Halter von diesem Zahnwechsel kaum etwas mit, er kann jedoch für den Hund unangenehm bis schmerzhaft sein und durchaus problematisch verlaufen. Es kann vorkommen, dass einzelne Milchzähne nicht ausfallen und der bleibende Zahn daneben durchbricht und schief wächst. Das kann in Folge...
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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.
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