Ausdrucksverhalten beim Hund

Von Susanne Bock

Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen. (Henry Ford) – Meines Erachtens ist es unumgänglich, sich als Hundehalter mit dem Thema Ausdrucksverhalten zu beschäftigen, denn: Extrem viele Missverständnisse könnten vermieden werden, wären wir besser in der Lage, die Körpersprache und Signale unseres besten Freundes richtig zu deuten. Als ich mich an den Artikel gesetzt habe, ist meine anfängliche Euphorie in gedämpfte Skepsis umgeschlagen. Ich bin »nur« eine Hundetrainerin, keine Ethologin, keine bekannte Größe der Hundewelt. Lassen Sie mich daher einen etwas anderen Artikel formulieren – vielleicht ist er sogar ab und an ein wenig leichter greifbar als detaillierte wissenschaftliche Erklärungen. Ganz sicher kratzt er sehr viel mehr an der Oberfläche – aber: Ich hoffe doch, dass Sie mir gern auf der Reise durch die im Training meistgesehenen Irrtümer in der Interpretation von Hundeverhalten folgen. Was Weinen und Schwanzwedeln gemeinsam haben ... Das Ausdrucksverhalten des Hundes gibt uns als Mensch die Möglichkeit, zu erkennen, wie sich der Hund, den wir beobachten, in diesem Moment gerade fühlt. Das Ausdrucksverhalten ist nie nur »ein einziges Signal«, es ist das Zusammenspiel von allen körperlichen Signalen, die der Hund zeigt – sowie der Situation, aus der heraus und in der es gezeigt wird. Um hier ein Beispiel aus der menschlichen Welt zu nennen: Wenn ein Mensch weint, wäre es fatal zu sagen: »Ein Mensch, der weint, ist immer traurig.« Es gibt Weinen auch aus Freude, aus Wut, aus Erleichterung, aus Anspannung. Erst der Kontext und der Rest der körperlichen Signale...

Dieser Inhalt ist nur für Premium Mitglieder.
JETZT ABO BESTELLEN

Sie haben bereits ein Abo?
Hier einloggen

Das könnte Sie auch interessieren:

Comments are closed.