Der Mensch – bester Freund des Hundes?

Von Ruth Stolzewski
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Freund oder Feind?

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Doch ist der Mensch auch der beste Freund des Hundes? Oder sein schlimmster Feind? Um diese Frage und die ambivalente Beziehung von Mensch und Hund geht es im Dokumentarfilm „Freund oder Feind“, der im Sommer 2016 im Filmforum NRW in Köln nach über einem Jahr Drehzeit und 4 Monaten Schneideraum seine Premiere feierte.

Dem Hund ist die Bindung an den Menschen angeboren nach der über 30.000 Jahre währenden gemeinsamen Geschichte. Selbst Hunde, die ohne engen Kontakt zu Menschen aufgewachsen sind, fühlen sich zu ihm hingezogen – wie etliche verhaltens­biologische Studien belegt haben. Vorfälle, in denen Menschen von Hunden verletzt werden, sind eine absolute Seltenheit – und das, obwohl wir mit einer großen Anzahl an Hunden oft auf engem Raum zusammen leben.

Menschen und Wölfe Doch wie sieht es beim Menschen aus? Ist ihm die Bindung an den Hund auch angeboren? Um diese Frage zu klären, sind wir an den Ursprung der Hund-Mensch-Beziehung zurückgegangen und haben mit Prof. Kurt Kotrschal, dem Leiter des Wolfsforschungszentrums in Ernstbrunn bei Wien gesprochen: „Es gibt kein anderes Tier als den Wolf, der uns in der sozialen Ausrichtung so ähnelt. Diese Überlappung in den ökologischen Ansprüchen zwischen Wolf und Mensch war vermutlich von Anfang an der Grund, warum die Be­ziehung einerseits immer sehr eng war, andererseits immer sehr ambivalent. Wölfe wollen immer genau das ­haben, was wir auch haben wollen. Sie ­jagen dieselben Tiere, sie ticken ganz ­ähnlich wie wir, es ist tatsächlich wie...
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